Für die Kompilierung des Plustek-Treibers müssen die Kernelsourcen installiert sein, sonst schlägt die Kompilierung fehl, oft auch mit so ,,absurden`` Meldungen wie dass der vorhandene Kernel zu alt sei, obwohl er überhaupt nicht zu alt, sondern nur die Kernelsourcen nicht installiert sind. Bei vielen Distributionen (Mandrake 7.2 z.B.) sind die Kernelsourcen bei einer Standardinstallation schon auf die Festplatte installiert worden. Bei anderen Distributionen (SuSE 7.2 z.B.) ist dies nicht der Fall und man muss die Kernelsourcen erst installieren, am besten gleich von der Distribution selbst. Bei der SuSE nimmt man dazu normalerweise das Installations- und Administrationswerkzeug yast. Man wählt sich durch die Menüs, bis man bei der Auswahl neuer Pakete angelangt ist. Die Pakete sind in verschiedenen ,,Serien`` zusammengefasst. Nun würde man vielleicht meinen der Quellcode für den Kernel stünde in der Serie Quellpakete mit Abkürzung zq. Dort findet man nämlich auch ein Paket namens kernel-source-spm, und dabei steht als Kommentar, dass es der Quellcode für den Kernel sei. Das ist aber NICHT der Quellcode für den Kernel und dieses Paket hilft auch nicht weiter. Daran sieht man, dass es immer gut ist mal ins Handbuch (in diesem Fall das SuSE Handbuch) reinzusehen. Dort erfährt man, dass das was man braucht, das Paket kernel-source aus der Serie Programmentwicklung (bzw. engl. development) mit der Abkürzung d ist. Dieses installiert man ganz normal mit dem yast. Danach sollte im Verzeichnis /usr/src ein Unterverzeichnis linux-2.4.4.SuSE entstanden sein. Bei anderen Distributionen wird das .SuSE am Ende nicht dranstehen und auch die Kernelversion wird leicht abweichen, aber ein solches oder ein ähnliches Verzeichnis sollte doch vorliegen.