Da wir ja die Kernel-Sourcen schon installiert haben, siehe 2.1 liegt unter /usr/src/linux/Documentation/parport.txt ein File, das den Parallelportcode von Linux ein Bisschen beschreibt. Dort liest man u.a., dass wenn man ein proc Filesystem hat (die SuSE 7.2 hat dies bei Standardinstallation) man in dem Verzeichnis /proc/sys/dev/parport folgenden Verzeichnisbaum vorfindet.
parport
|-- default
| |-- spintime
| `-- timeslice
|-- parport0
| |-- autoprobe
| |-- autoprobe0
| |-- autoprobe1
| |-- autoprobe2
| |-- autoprobe3
| |-- devices
| | |-- active
| | `-- lp
| | `-- timeslice
| |-- base-addr
| |-- irq
| |-- dma
| |-- modes
| `-- spintime
`-- parport1
|-- autoprobe
|-- autoprobe0
|-- autoprobe1
|-- autoprobe2
|-- autoprobe3
|-- devices
| |-- active
| `-- ppa
| `-- timeslice
|-- base-addr
|-- irq
|-- dma
|-- modes
`-- spintime
und dass die 'Dateien' modes jeweils den Betriebsmodus
des ersten bzw. zweiten parallelen Ports enthalten. Um
zu sehen, ob der eigene Parallelport also auf EPP gestellt
ist, kann man also wie folgt verfahren:
mathplanet:~ # modprobe parport_pc mathplanet:~ # modprobe parport mathplanet:~ # cd /proc/sys/dev/parport/parport0/ mathplanet:/proc/sys/dev/parport/parport0 # cat modesBei mir erhalte ich als Ausgabe des letzten Kommandos
PCSPP,TRISTATE,EPPSehr schön. Der EPP-Modus ist also für den ersten parallelen Port aktiviert. Für den zweiten parallelen Port (wenn es einen gibt) braucht man oben nur parport1 statt parport0 zu schreiben, um den Betriebsmodus zu ermitteln. Genauso kann man, wenn einen das interessiert, hier auch verwendete Interrupt-Nummern und Basisadressen erfragen, indem man eben cat und eine der im Verzeichnis vorhandenen Dateien jeweils eingibt, etwa cat irq oder cat base-addr. Wenn also der Port den EPP-Modus aufweist, kann man beruhigt weitergehen.