Im Verzeichnis /etc sollte entweder eine
Datei namens modules.conf oder eine Datei
namens conf.modules existieren. Meistens
wird dies modules.conf sein. Diese
Datei enthält Anweisungen für das Betriebssystem
(genauer gesagt für modprobe und
depmod) welche Module im Bedarfsfall
geladen werden sollen. Indem man in dieser
Datei modules.conf geeignete Eintragungen
macht, kann man das Betriebssystem anweisen genau
dann die für den Plustek-Treiber und damit
den Scannerbetrieb notwendigen Module zu laden,
wenn diese gebraucht werden. Man braucht dann
also nicht ,,von Hand`` den Treiber extra
zu laden und der Treiber wird dann auch nur dann
geladen, wenn ein Programm auf den Scanner zugreifen
will.
Grundsätzliche Informationen zu modules.conf
erhält man, indem man man modules.conf an
der Kommandozeile eingibt. (Diese Informationen wird
man für das Weitere aber nicht unbedingt brauchen.)
Wir tragen nun einige Zeilen zusätzlich in
modules.conf ein. Dazu nimmt man irgendeinen
Texteditor. Da bei Ihnen nicht unbedingt der gleiche
Texteditor installiert sein muss wie bei mir, lasse
ich ein explizites Beispiel hierzu lieber.
Man schreibt jedenfalls am Ende von modules.conf
etwas dran. Bei mir ist das:
\noindent alias char-major-40 pt_drv post-install pt_drv modprobe -k parport options pt_drv lampoff=180 warmup=15 port=0x278 forceMode=2 mov=0Die ersten beiden Zeilen kann man in den meisten Fällen einfach so übernehmen. Modifizieren wird man im Allgemeinen nur die dritte Zeile, und auch hiervon nur einen Teil, nämlich den port-Parameter und vielleicht den mov-Parameter. Der port-Parameter gibt an, welche Adresse der Parallelport verwendet, an dem der Scanner angeschlossen ist. Die üblichen Werte sind 278 und 378. Das 0x vorne dran zeigt an, dass diese Zahlen als Hexadezimalzahlen zu lesen sind, und sollte nicht weggelassen werden. Wenn bei Ihnen also die Portadresse 0x378 gilt, dann schreiben sie das eben statt 0x278 in Ihr /etc/modules.conf-File rein.
Welcome to SuSE Linux 7.2 (i386) - Kernel 2.4.7 (tty2). mathplanet login: root Password: Last login: Thu Sep 20 16:27:49 on tty2 Have a lot of fun... mathplanet:~ # depmod -a mathplanet:~ #Durch diesen Befehl wird das File /etc/modules.conf von depmod eingelesen, die darin bezeichneten Module und Pfade abgeklappert und eine dazu passende Abhängigkeitstabelle erstellt. Das funktioniert alles vollautomatisch. Wenn es keine Fehlermeldungen gibt, dann braucht uns das ab nun nicht mehr zu kümmern. Wenn man genau sehen will, welche Files von depmod alle gefunden werden, dann kann man oben statt depmod -a auch depmod -av schreiben. Die Liste ist aber unübersichtlich. Besser ist vielleicht depmod -av |grep pt_drv. Dann sieht man nur die Ausgabezeilen von depmod, die auch wirklich den pt_drv enthalten. Mindestens ein solcher Eintrag sollte aufscheinen. Bei mir sieht er so aus:
Welcome to SuSE Linux 7.2 (i386) - Kernel 2.4.7 (tty2). mathplanet login: root Password: Last login: Thu Sep 20 16:51:14 on tty2 Have a lot of fun... mathplanet:~ # depmod -av |grep pt_drv /lib/modules/2.4.7/misc/pt_drv.o mathplanet:~ #